üben


üben
üben:
Das auf das dt. Sprachgebiet beschränkte Wort (mhd. üeben, uoben »bebauen; hegen, pflegen; ausüben, ins Werk setzen; beständig gebrauchen«, ahd. uoben »Landbau treiben; die Gewohnheit haben, etwas Bestimmtes zu tun, pflegen; verehren«) ist im germ. Sprachbereich verwandt mit den anders gebildeten Verben niederl. oefenen »üben«, aengl. efnan »ausführen, vollbringen, tun« und aisl. efna »ausführen, leisten«. Zu »üben« stellen sich im Dt. z. B. ahd. uobo »Landbauer«, ahd. uoba »Feier« und mhd. uop »Landbau; Gebrauch, Sitte«. Diese germ. Wortgruppe geht mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf die idg. Wurzel *op- »verrichten, ausführen« (speziell Feldarbeit und gottesdienstliche Handlungen) zurück, vgl. z. B. aind. ápas- »Werk, heilige Handlung«, lat. opus »Arbeit, Werk« ( Opus), lat. operari »arbeiten, mit etwas beschäftigt sein; opfern« ( operieren und opfern), lat. opera »Arbeit, Mühe, Tätigkeit« ( Oper) und lat. ops »Reichtum, Vermögen« ( opulent). – Die heutige Hauptbedeutung des dt. Verbs »etwas zum Erwerben einer Fähigkeit wiederholt tun« erscheint im 15. Jh. – Abl.: üblich »den allgemeinen Gewohnheiten entsprechend, immer wieder vorkommend« (16. Jh., eigentlich »was geübt wird«); Übung »das Üben; das Geübtsein, Erfahrung; öfter wiederholte Handlung, Folge von Bewegungen« (mhd. üebunge, ahd. uobunga).

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

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  • Üben — Üben, verb. reg. act. 1) * Plagen, eigentlich, durch heftige und gewaltsame Bewegungen unangenehme Empfindungen erwecken; eine veraltete Bedeutung. Meine Tochter wird vom Teufel gefatzet, er übet sie, sie schümet u.s.f. heißt es noch bey dem… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • üben — V. (Grundstufe) etw. mehrmals wiederholen, um es zu lernen Beispiel: In seiner Freizeit übt er Gitarre. Kollokation: am Klavier üben üben V. (Oberstufe) jmdm. etw. durch Tat zuteil werden lassen Beispiel: Die Regierung wollte sich in den Konflikt …   Extremes Deutsch

  • üben — Vsw std. (9. Jh.), mhd. üeben, uoben, ahd. uoben, as. ō␢ian einen Festtag begehen Stammwort. Aus g. * ōb ija Vsw. üben, begehen . Außergermanisch vergleichen sich ai. āps Werk, religiöse Handlung , dehnstufig zu ai. ápas Werk, Handlung , l. opus… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • üben — Ich kann noch nicht so gut Deutsch sprechen. Ich muss mehr üben …   Deutsch-Test für Zuwanderer

  • üben — ↑exerzieren, ↑trainieren …   Das große Fremdwörterbuch

  • üben — [Aufbauwortschatz (Rating 1500 3200)] Auch: • trainieren • eine Ausbildung machen • lernen • eine Ausbildung machen lassen • lehren Bsp …   Deutsch Wörterbuch

  • üben — einüben; trainieren; durchspielen; proben * * * üben [ y:bn̩]: 1. <tr.; hat sich bemühen, etwas durch wiederholtes Ausführen zu erlernen, Fertigkeit darin zu erlangen: einparken, das Einparken, [den] Handstand, bestimmte Handgriffe,… …   Universal-Lexikon

  • üben — ü̲·ben; übte, hat geübt; [Vt/i] 1 (etwas) üben etwas immer wieder tun, um es zu lernen, damit man es dann gut kann: Sie übt jeden Tag (zwei Stunden Klavier); Handstand üben; [Vt] 2 etwas üben geschr; verwendet zusammen mit einem Subst., um ein… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • üben — sich aneignen, sich antrainieren, auswendig lernen, sich beibringen, sich einprägen, einstudieren, sich eintrainieren, sich erarbeiten, [er]lernen, proben, probieren, wiederholen; (bildungsspr.): präparieren, repetieren; (bildungsspr. veraltend) …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • üben — 1üben ; ein Klavierstück üben   2üben (landschaftlich für drüben) …   Die deutsche Rechtschreibung